In der ersten Woche von den Ferien war ich im Skilager und in der zweiten mit meinen Eltern und meinem Bruder Ski fahren in Obersaxen .
Am Dienstagabend ging ich mit meiner Großmutter, meiner Tante und meinem Onkel in ein Laientheater. Meine Eltern und mein Bruder waren schon in der ersten Woche dort gewesen. Das ist schon die dritte Saison, wo ich dort ins Theater und es ist immer sehr lustig gewesen, trotz des manchmal etwas unverständlichen Obersaxendeutsch.
Diesesmal hieß das Stück "Der verkaufte Großvater".
"Ich kündige! Eine tote Maus im Bett, dass ist einfach zu viel!" Marie mag nicht mehr. Die Stelle beim armen Bauer Bühler wäre ja schon in Ordnung, wenn da nur nicht der umtriebige Großvater wäre. Von früh bis spät hält er die Magd und alle anderen auf dem Hof mit seinen Spässen auf Trab. Da Bauer Bühler aber ganz andere Sorgen hat, nämlich Geldsorgen, lässt er Marie ziehen. Auch will Heiri, der Sohn, die von Bühler ausgewählte Frau nicht heiraten.
Bühler muss nun neue Wege suche und geht auf den Vorschlag des reichen Schnurrenbergers ein und verkauft diesem zur Unterhaltung dessen brummiger Frau den Großvater. Der Großvater weiss aber um seinen Wert und will auch ein Wort mitreden, er treibt seinen eigenen Kaufpreis in die Höhe. Hanna Schnurrenberger versteht ihren Mann nicht mehr, wie kann er tausend Franken für einen alten Mann bezahlen. Während sich die Schnurrberger am Großvater fast die Zähne ausbeisst, freut sich Evi, die Tochter über den neuen Familienzuwachs, weil dieser stets für Abwechslung sorgt.
Da fährt Köbel, der Knecht, an die Hochzeit seiner Schwester, obwohl diese gar nicht heiratet. Oder der Großvater reitet im Zirkus auf einem Elefanten und zerreisst sich dabei die Hosen. Ob Schnurrenberger den Großvater ohne Hintergedanken gekauft hat, ob Großvater wirklich tausend Franken wert ist, ob Evi doch noch den richtigen Mann findet, das alles verrate ich euch nicht. Wenn es euch interessiert, fragt mich doch.
Lea
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