Freitag, 29. Oktober 2010

ANDERSCH ALS DI ANDERE


Mit einigen Schülern der Primarschule Stadel veranstalteten zwei junge Frauen ein Musical, "Andersch als di Andere" als ihre Matur-Arbeit. Sie übten das Stück während den Herbstferien ein. Zusammenfassend handelt es sich in diesem Musical um folgende Geschichte:
Philipp wird immer von seinen Mitschülern ausgeschlossen, weil er keine coole Hosen trägt, sondern mit Hemd und Krawatte zur Schule kommt. Er spielt auch nicht gerne Basketball wie die anderen, er zeichnet am liebsten. Eigentlich verbringt er seine Freizeit nur mit Zeichnen. Das finden seine Mitschüler aus seiner Klasse richtig doof. 

Eines Tages erscheint eine neue Mitschülerin in der Klasse names Pia. Sie erfährt schnell, dass Phillip gehänselt wird und findet das gemein. Sie will im helfen, doch wer mit Philipp zusammen ist, wird ebenso ausgeschlossen. Pia entscheidet sich also, nicht mehr mit Philipp zusammen zu sein, ihn auch nicht mehr nach Hause zu begleiten. Ihr geliebtes, selbst genähtes, rotes Käppli zieht sie auch nicht mehr in die Schule an, weil die anderen sie deshalb immer " Rotkäppli " nennen.  Wenn Pia über Philipp schlecht spricht, finden die anderen Schüler sie cool. Trotzdem tut ihr Philipp sehr leid. Und auch plötzlich merken ein paar aus der Klasse, dass es wirklich fies und gemein ist, Philipp zu plagen. Die Schüler, darunter auch Pia, beschliessen, dass jeder etwas in die Schule mitbringt, das ihnen gefällt, egal ob "in" oder "out"!  Zum Beispiel  kommt Simone mit einem Kickboard zur Schule, was völlig out ist. Ein anderes Mädchen trägt einen Jungen-Pullover und Pia zieht wieder ihr rotes Käppli an. Als sie am nächsten Morgen zur Schule gehen, sehen sie Philipp, der coole Hosen trägt! Verblüfft werfen alle einen Blick auf ihn. Alle aus der Klasse merken endlich, dass es sehr fies ist, Philipp ständig zu Hänseln. Ab diesem Tag wird Philipp dann auch nicht wieder ausgeschlossen. 

Ich besuchte die Musical-Aufführung in Stadel und ich war total begeistert! Dass man mit so vielen Kindern so etwas Ausgezeichnetes vorführen konnte, war klasse. Dabei wurde viel gesungen. Die Schauspieler mussten sehr viel Text auswendig lernen und sie sangen sehr deutlich und klar, so dass man jedes Wort verstehen konnte. Manche Kinder sangen sogar Solo zu einem der Lieder. Eine Live-Band begleitete das Musical. Obwohl die Musical-Darsteller kein Mikrofon zur Verfügung hatten, verstand man sie sehr gut. Heute Nachmittag findet die zweite Vorführung in der Kantonsschule in Bülach statt. Ich hoffe, der Auftritt gelingt ihnen so spitze wie das erste Mal in Stadel!  
Stefanie

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Die 6. Klasse Ende März 2011